CURE bei den Formula Student Events

Team Cure. CURE hat dieses Jahr erfolgreich an den Formula Student Events in den Niederlanden, Österreich und Italien teilgenommen. Die Events setzen sich jeweils aus statischen und dynamischen Disziplinen zusammen, die bewertet werden und die Platzierung ergeben.

Die „Formula Student Netherlands“ läutete die diesjährige Saison von CURE ein.

Das Event fand vom 08. bis 11. Juli statt und wurde auf der Motorsport-Rennstrecke „TT Circuit“ in Assen ausgetragen. Mit einer dreijährigen Teamerfahrung gehörte CURE zu den jüngeren Teams in den Niederlanden. Bei den statischen Disziplinen Cost Analysis , Business Plan Presentation konnte CURE die Jury von sich überzeugen. Bei der Cost Analysis wurden die kalkulierten Produktions- und Montagekosten sowie Stücklisten vorgestellt und anschließend diskutiert. Daraufhin wurde in der Business Plan Presentation ein ausgearbeitetes Geschäftsmodell vorgelegt, mit dem potentielle Investoren von einem fiktiven Produkt, eine Virtual Reality Brille, mit der virtuelle Fahrtraining durchgeführt werden können, überzeugt werden. Bevor die dynamischen Disziplinen angegangen werden durften, musste fürs Erste das Scrutineering durchgeführt werden. Dabei wird das Fahrzeug technisch abgenommen, wobei ein besonderes Augenmerk auf der Sicherheit und den grundlegenden Teilen des Regelwerks liegt.

Zu Beginn ergaben sich Probleme mit dem Akkumulator, die innerhalb der „FSN“ nicht behoben werden konnten. Das Ziel für die „Formula Student Italy“ war es nun, eine Lösung für die Unstimmigkeiten zu finden, um diese dann zu beseitigen.

CURE in Italien, wo alles begann.

Die „Formula Student Italy“, welche vom 24. bis zum 28. Juli am „Riccardo Paletti Circuit“ stattfand, hat einen besonders hohen Stellenwert für CURE. Zwei Saisons bevor trat dort CURE mit CM-17e, bekannt auch unter dem Namen Natascha, das erste Mal überhaupt zu einem Wettkampf an und legte den Grundstein für die rasante Entwicklung zum nun eventfähigen Fahrzeug CM-19e.

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte bestand CURE die technische Abnahme in allen Bereichen ( Mechanical Inspection , Electrical Inspection , Accumulator Inspection – Überprüfung des Akkus nach vorgegebenem Regelwerk, Tilt Test – Kipptisch / statischer Überschlagstest, Rain Test – Regentest und Brake Test – Bremstest). Dieses bedeutende Ereignis sicherte nun die Teilnahme an den dynamischen Disziplinen. Carmen , ein Fahrzeug, entwickelt von CURE, fährt das erste Mal überhaupt auf einem Event. Am Ende der „Formula Student Italy“ war die Euphorie im Team, die sich durch diesen Meilenstein ausbreitete, groß. Für die „Formula Student Austria“ war nach diesem erfreulichen Ereignis abzuwarten, inwieweit das Team Carmens Level steigern kann.

 „Nach dem Event ist vor dem Event.“

Unter diesem Motto ging es direkt von der „FSI” zur „Formula Student Austria“, die vom 28. Juli bis zum 1. August am „Red Bull Ring“ in Spielberg stattfand. In Österreich konnten alle statischen Disziplinen wie geplant angetreten werden. Im Gegensatz zur Business Plan Presentation , benötigte man beim Engineering Design- und Cost Analysis- Event die Anwesenheit des Fahrzeugs.

Da das Event in Österreich im Vergleich zur Niederlande und Italien einen Tag kürzer ist, wurde durch die notwendige Zeit im Scrutineering das Acceleration Event (Beschleunigungstest, bei dem ermittelt wird, wie hoch das Beschleunigungsvermögen des Fahrzeuges aus einem stehenden Start auf einer 75 Meter langen Geraden ist) und das Skid Pad (Acht-Fahren, bei dem die erreichbare Querbeschleunigung während einer konstanten Kreisfahrt ermittelt wird) verpasst.

Nach dem erfolgreich bestandenen Scrutineering stand das Autocross auf dem Plan , hierbei muss das Fahrzeug durch einen 800 Meter langen Handling-Kurs gesteuert werden, der Geraden, Haarnadelkurven, Schikanen und Slalomstrecken enthält. CURE hatte bei dieser Disziplin nur noch eine Zeitslot von drei Minuten. Unter normalen Umständen wäre die knappe Zeit kein Problem gewesen, denn eigentlich war Carmen ready to race. Aber aus unerklärlichen Gründen trat das Problem auf, dass CM-19e in der Startuproutine nicht anging. Deshalb schied CURE unglücklicherweise aus diesem Event aus und musste die anderen Teams vorlassen.

Weit erfreulicher verlief die Endurance . CURE fuhr das erste Mal in der Vereinsgeschichte komplett durch. Dennoch hielt CM-19e das ein oder andere Mal auf der Rennstrecke an, aber sie schaffte es immer wieder weiterzufahren, ohne die schwarze Flagge gezeigt zu bekommen. Aufgrund der Häufigkeit der Stopps bekam CURE den „Stop and Go Award“ überreicht.

Umfassend kann man sagen, dass die diesjährige Saison erfolgreich für CURE war. Die Ziele, die im Voraus gesetzt wurden, wurden erreicht: das Scrutineering wurde komplett bestanden, CURE durfte an den dynamischen Events teilnehmen und fuhr eine komplette Endurance durch. Neben den technischen Aspekten sollte man auch den gemeinschaftlichen Hintergrund solcher Events nicht außer Acht lassen. Das gemeinsame Campen, Essen und Arbeiten verbindet und schweißt das Team noch enger zusammen. Es wurde gehofft, gebangt und gezittert, aber am Ende des Tages wurde dann doch das gemeinsame Ziel erreicht: CURE ist dieses Jahr gefahren! Mit Stolz kann behauptet werden, dass das Grundfahrzeug solide ist und eine super Entwicklungsgrundlage für CM-20e bietet.

Diskutiere über "CURE bei den Formula Student Events"

  1. Ulf Eberhardt sagt:

    Super Werbung für die DHBW Mannheim.
    Ich wünsche euch viel Erfolg für die anstehende Saison.

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